Nachhaltigkeit
Wie nachhaltig ist die c_change™-Membrane?
c_ change™ entspricht dem bluesign®-Standard. Der bluesign®-Standard garantiert höchstmögliche Schadstofffreiheit und Ressourceneffizienz über die ganze textile Kette hinweg. Dieser Standard bringt von Anfang an Transparenz in den Herstellungsablauf. Sämtliche Komponenten, die in die Produktionskette fliessen, werden mit einem intelligenten „Input-Stream-Managementsystem“ vor dem Prozessbeginn erfasst und nach EHS-Kriterien (Environment, Health, Safety) untersucht.
Warum hat die c_change™ Membrane eine hohe Umweltverträglichkeit?
Viele Membranen basieren auf Polytetrafluorethylen (PTFE). PTFE ist ein vollfluoriges Polymer. Für die Herstellung von PTFE wird seit Jahrzehnten PFOA (Perfluoroctanacid) als Emulgator benutzt und für diese explizit erzeugt. Seit einiger Zeit wird die Fluorchemie im Zusammenhang mit Spuren von PFOS (Perfluoroctansulfonat) und PFOA (Perfluoroctanacid) diskutiert (siehe auch „Was ist PFOS“ und „Was ist PFOA“). Bei der Herstellung von hydrophilen Membranen wie c_change™ wird generell keine Fluorchemie eingesetzt. Deshalb gilt sie als besonders umweltverträglich.
Was ist PFOS?
PFOS (Perfluoroctansulfonat) ist eine biopersistente, bioakkumulative und toxische fluororganische Verbindung (PBT-Stoff). In der Europäischen Union tritt zum 27. Juni 2008 ein neues Gesetz in Kraft, das die Vermarktung und den Gebrauch von PFOS in allen EU-Mitgliedstaaten regelt. Es beschränkt die zulässige Menge an PFOS in Textilien oder anderen beschichteten Materialien auf unter 1 Mikrogramm pro Quadratmeter (oder in ppm – parts per million – ausgedrückt auf 1 ppm).
Was ist PFOA?
PFOA (Perfluoroctanacid) ist wie PFOS biologisch schwer abbaubar (biopersistent) und wurde im ppb-Niveau (parts per billion*) in der Umwelt und im Blut des Menschen entdeckt. Die Behörden, allen voran die EPA (amerikanische Umweltbehörde), suchen deshalb nach den Quellen, aus denen PFOA stammt, und wollen klären, wie PFOA in die Umwelt und in den menschlichen Körper gelangt. Derzeit sucht man intensiv nach den möglichen Eintragsquellen für PFOA. Für die Verwendung von PFOA ist ein Ausstiegstermin festgelegt.
* Am 25. Januar 2006 wurden die Telomer- und Fluorpolymer-Hersteller von der EPA zur Teilnahme an einem globalen Stewardship-Programm in Bezug auf PFOA eingeladen. Dieses Programm beinhaltet die Verringerung der PFOA-Emissionen und die Reduktion von PFOA-Gehalten in Produkten um 95 % bis spätestens 2010. Ab 2015 soll auf die Verwendung von PFOA vollkommen verzichtet werden. Gleichzeitig hat die EPA in ihrem „Entwurf zur Risikobewertung von PFOA“ aber auch darauf hingewiesen, dass aufgrund der ihr heute vorliegenden Informationen für die Verbraucher keine Veranlassung besteht, auf industrielle oder Konsumprodukte auf Basis von perfluorierten Verbindungen zu verzichten.
Wie entsteht PFOS/PFOA?
PFOS wird über elektrochemische Fluorierung (ECF-Verfahren) hergestellt. PFOS-basierende Materialien wurden neben anderen Einsatzgebieten auch zur Herstellung von Wasser und Öl abweisenden Produkten herangezogen. Der grösste Hersteller hat jedoch im Jahre 2002 die Produktion dieser Rohstoffe eingestellt. PFOA wird seit Jahrzehnten als Emulgator für die Herstellung von Polytetrafluorethylen (PTFE) benutzt und für diese explizit erzeugt.
Warum und wozu braucht es die Fluorchemie?
Im 21. Jahrhundert haben wir uns an viele Eigenschaften und Funktionen von Bekleidung und Textilien gewöhnt. Eine hohe Wasser-, Öl- und Schmutzabweisung beispielsweise gehört zu den selbstverständlichen Anforderungen im Bekleidungssektor. Ebenso wie handelsübliche wasser- und winddichte Membranen, die für Bekleidung oder Schuhe eingesetzt werden. Diese Eigenschaften durch den Einsatz von klassischer Fluorchemie.
